Operation
Die Frage, von wem er operiert wird, bewegt jeden Patienten. Deswegen ist von der Deutschen Krebsgesellschaft die Anzahl der Operateure in den zertifizierten Darmzentren auf diejenigen beschränkt worden, die über die jeweils größtmögliche Expertise und Erfahrung verfügen und die jährlich eine Mindestanzahl der entsprechenden Operationen durchgeführt haben müssen.
Im Darmzentrum Elbe-Weser werden Darmkrebsoperationen immer von einem von drei erfahrenen Chirurgen geführt, die sowohl entsprechend ihrer Weiterbildungszertifikate hierfür besonders ausgewiesen sind, als auch über langjährige Erfahrung verfügen.
Bei der Behandlung des Dickdarmkrebses
wird es in der Regel so sein, dass die Operation am Anfang der Behandlung steht. Bei all diesen Operationen wird nicht nur unmittelbar der Krebs herausoperiert, sondern es wird ein Teilstück des Dickdarms mit den dazugehörigen Gefäßen und Lymphknoten entfernt. In der Regel ist es so, dass dann die beiden Darmenden bei der Operation durch eine Naht wieder miteinander verbunden werden können.
Manche Krebsvorstufen oder frühe Krebsarten lassen sich auch durch den After hindurch operieren. Diese Techniken sind in der Klinik gut etabliert und wir haben in den letzten Jahren einen wesentlichen Beitrag an der Neuentwicklung solcher Operationsmethoden gehabt.
Wir legen großen Wert darauf, dass Sie nach der Operation ganz schnell wieder mobil werden. Wir treffen alle Vorkehrungen, dass Sie möglichst schmerzfrei bleiben und setzen hierfür alle modernen Verfahren ein (z. B. Rückenmarkskatheter), die garantieren sollen, dass sie schon in den ersten Tagen wieder sitzen und gehen können. Auch werden Sie, im Gegensatz zur Philosophie noch vor einigen Jahren, sehr früh wieder essen und trinken weil wir heute wissen, dass dieses den Heilungsablauf erheblich beschleunigt („fast-track“-Prinzip). Wir sind dabei auf Ihre intensive Mitarbeit angewiesen, aber Sie werden sehen, dass sich dieser Einsatz in der Überwindung der Krankheit wirklich lohnt! Lassen Sie sich nicht entmutigen von der Diagnose und von all den Problemen, die die Krankheit mit sich bringt, sondern arbeiten Sie mit uns offensiv an der Überwindung der Situation.
Bei den Operationen am Mastdarm und Enddarm
wenden wir alle Techniken an, die notwendig sind, die Anlage eines dauerhaften künstlichen Darmausganges zu vermeiden. Manchmal ist es hierfür notwendig, dass, auch wenn die Darmenden wieder miteinander verbunden werden können, Sie einen solchen Kunstafter einmal für eine kurze Zeit benötigen, bis die Heilung der eigentlichen Darmnaht abgeschlossen ist. Sie werden diese Zeit gut überstehen und es wird für Sie diese spezielle Operation sicherer machen.
Sie werden in der Darmsprechstunde noch einmal von einem erfahrenen Chirurgen einer Spiegelung des Enddarmes unterzogen werden, um genau zu planen, welche Technik notwendig ist. Wir überlassen hier nichts dem Zufall und werden Sie eingehend beraten.
Sollte in einzelnen Fällen dennoch einmal die Anlage eines dauerhaften Kunstafters notwendig sein, werden wir Sie hierbei in allen Belangen unterstützen. Lassen Sie sich nicht verunsichern, Sie bleiben hierdurch gesellschaftsfähig, können weiter sportlichen Aktivitäten nachgehen und im Alltag wird es niemand bemerken. Es ist uns ein besonderes Anliegen, Ihnen auch in diesem Fall alle mögliche Unterstützung durch eine kompetente Beratung und eine angemessene Versorgung und auch durch Vermittlung zu Selbsthilfegruppen zu geben.
Sollten Absiedlungen des Dickdarm- oder Mastdarmkrebses in der Lunge oder in der Leber aufgetreten sein, so stehen im Darmzentrum Elbe-Weser ebenfalls die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung, diese zu behandeln. Dabei kann diese Therapie entweder in der operativen Entfernung bestehen, oder einzelne Herde werden mit einer hochfrequenten Radiosonde verödet. Für ganz besondere Fälle hat das Darmzentrum Elbe-Weser eine Kooperationsvereinbarung mit der Medizinischen Hochschule in Hannover abgeschlossen, um Ihnen das Einholen einer geregelten Zweitmeinung zu garantieren und ggf. noch weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
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