Häufig gestellte Fragen
Warum ist eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll?
Muss ich mit Darmkrebs sterben?
Wie läuft die stationäre Behandlung ab?
Was ist „fast track“?
Werde ich in „Schlüssellochtechnik operiert?
Kann ich ohne Dickdarm leben?
Was bedeuten Lymphknotenabsiedlungen?
Bekomme ich alle notwendigen Medikamente?
Warum soll ich an einer Studie teilnehmen?
Warum ist eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll?
Bösartige Erkrankungen des Darmes kündigen sich nicht immer durch besondere Symptome an. Es kann sein, dass ein Tumor eine ganze zeitlang in einem Organismus wachsen kann, ohne dass man dies an äußeren Zeichen erkennen kann. Umso wichtiger ist es, die heute üblichen Vorsorgeuntersuchungen ab dem Alter in Anspruch zu nehmen, ab dem das Risiko für eine Krebserkrankung wächst. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, der dann die weiteren Maßnahmen für Sie organisieren wird.
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Muss ich mit Darmkrebs sterben?
Ganz grundsätzlich ist es so, dass Darmkrebs eine heilbare Erkrankung ist. Selbst wenn Sie Metastasen haben und diese entfernt werden können, bleibt der Tumor immer noch heilbar. Selbstverständlich kann man bei einer bösartigen Erkrankung nie garantieren, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder einmal auftritt. Es ist mit den modernen Behandlungsmöglichkeiten, die heute in der Medizin zur Verfügung stehen, jedoch möglich, vielen Patienten zu helfen.
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Wie läuft die stationäre Behandlung ab?
Operationen wegen eines Dickdarm- oder Mastdarmkrebses erfordern nach wie vor einen stationären Aufenthalt. Sie werden hierfür eine exakte Planung erhalten und einen Ablaufplan, wann und wo Sie sich in der Klinik einfinden können. Wir werden ein großes Augenmerk darauf richten, dass Sie nach den modernsten Erkenntnissen der Medizin operiert werden und dass die Versorgung und Überwachung um die Operation herum einen optimalen technischen Stand hat. Nach einer kurzen Überwachungsphase auf der Intensivstation werden Sie nach der Operation sehr bald wieder auf Ihr Zimmer der Station zurückkommen. Hier ist es uns ganz besonders wichtig, dass Sie frühzeitig wieder auf die Beine kommen und die Belastung für den Körper überwinden. Sie sollten für die eigentliche Abwicklung der Operation einen Zeitraum zwischen 8 und 14 Tagen einrechnen.
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Was ist „fast track“?
Es wird Ihnen heute in der Beschreibung von Operationen bei Dickdarm- und Mastdarmentfernungen immer wieder der Begriff „fast track“ begegnen. Dieser Begriff beinhaltet eine wesentliche Veränderung der Behandlungsphilosophie im Krankenhaus in den letzten Jahren. Früher galt die Regel, dass man sich von einer großen Operation erst durch längeres Liegen im Bett erholen müsste und dass dadurch der Körper mehr Kraft schöpfen kann. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse haben aber gezeigt, dass gerade das frühzeitige Aufstehen, das frühzeitige Essen und das Verlassen des Bettes die Heilung erheblich beschleunigen und die Risiken erheblich vermindern können. Wir sind hier auf Ihre unbedingte Mitarbeit angewiesen und möchten mit Ihnen gemeinsam und unter Einsatz einer optimalen Schmerztherapie und Physiotherapie die Überwindung der Krankheit beschleunigen.
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Werde ich in „Schlüssellochtechnik“ operiert?
Operationen am Dick- und Mastdarm bei bösartigen Erkrankungen werden heute auch teilweise schon in „Schlüssellochtechnik“ vorgenommen. Die Frage, ob diese Technik genau bei Ihnen angemessen ist, beinhaltet aber sehr viele Faktoren, und Sie sollten sich hier von Ihrem Arzt beraten lassen. Die „Schlüssellochtechnik“ ist im Einzelfall eine schonendere Methode, jedoch hat sich durch die Anwendung der „fast track“ Prinzipien in allen Bereichen in den letzten Jahren gezeigt, dass Sie auch bei der offenen Operationstechnik ganz schnell wieder auf die Beine gebracht werden können.
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Kann ich ohne Dickdarm leben?
Bei Operationen wegen eines Darmkrebses wird in der Regel ein definierter Teil des Dickdarms oder Mastdarms entfernt. Jede größere Operation im Bauchraum kann dazu führen, dass es in der Folge auch immer wieder einmal zu Unpässlichkeiten kommen kann. Dies hängt zum einen mit dem entfernten Darmanteil zusammen zum anderen aber auch mit möglichen Verwachsungen, die als Folge der Operation entstehen können. Regelhaft ist es so, dass Sie nach Operationen an Dick- und Mastdarm wieder eine Lebensqualität erreichen können, die sich dem vorherigen Zustand annähert. Dies gilt auch, wenn größere Anteile des Dickdarmes entfernt werden müssen, wobei eine vollständige Entfernung in der Regel nur bei erblichen Dickdarmtumoren notwendig ist, aber auch diese ist mit dem Leben vereinbar.
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Was bedeuten Lymphknotenabsiedlungen?
Bei der Operation eines Dick- oder Mastdarmkrebses wird immer standardisiert das anhängende Gewebe mit den Lymphknoten entfernt. Die Lymphknoten filtern in bestimmten Stationen Tumorzellen heraus, die sich ansonsten auf den Weg gemacht hatten, den Krebs im ganzen Körper zu verstreuen. Wenn Krebszellen in Lymphknoten gefunden werden, so bedeutet das zunächst einmal nur, dass sie in diesem Netz hängengeblieben sind. Wir wissen, dass in diesem Falle das Anschließen einer Chemotherapie an die Operation die Gesamtprognose verbessert. Ganz definitiv wird diese Chemotherapie aber durchgeführt, um nach wie vor die Krankheit zu heilen. Lymphknotenabsiedlungen allein bedeuten nicht, dass mit der Erkrankung nichts mehr zu machen ist. Gehen Sie davon aus, dass die befallenen Knoten durch die hohe Standardisierung der Operation mit entfernt worden sind.
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Bekomme ich alle notwendigen Medikamente?
Medikamente für die Chemotherapie bei bösartigen Tumoren haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert und sind auch erheblich viel teurer geworden. Sie dürfen sicher sein, dass im Rahmen des Darmzentrums Elbe-Weser alle Medikamente eingesetzt werden, die heute auf geprüftem wissenschaftlichem Standard für diesen besonderen Zweck zugelassen sind. Sie dürfen sich darauf verlassen, dass nach wie vor die Entscheidung für eine bestimmte Therapie alleine vom Heilungserfolg und nicht, trotz der öffentlichen Diskussion, von den Unkosten bestimmt ist.
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Warum soll ich an einer Studie teilnehmen?
Im Rahmen der Neuentwicklung von wirksamen Medikamenten wird es immer notwendig sein, diese, nachdem ihre Verträglichkeit sichergestellt ist, auch auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Hierzu bedarf es in der Medizin normalerweise einem geordneten Vergleich mit den bereits vorhandenen Therapien. Das Darmzentrum Elbe-Weser beteiligt sich an Studien zur Überprüfung genau dieser Wirksamkeit. Auch im Rahmen dieser Studien können Sie sicher sein, dass Sie in jedem Falle die Medikamente der wissenschaftlich geprüften Standardtherapie erhalten und Ihnen auf gar keinen Fall irgendein bereits nachgewiesen nützliches Medikament vorenthalten wird. Die Teilnahme an Studien garantiert Ihnen, dass Ihre behandelnden Ärzte auch die neuesten Entwicklungen kennen und an Ihnen
teilhaben.
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