Hotline: 04141/97 12 22

Untersuchung

Prävention

„Je früher das Stadium, desto besser sind die Heilungschancen bei Darmkrebs!“

Trotz der Fortschritte in der Behandlung von Darmkrebs hat diese Feststellung weiterhin Gültigkeit. Daher ist es wichtig, die Patienten mit einer solchen Erkrankung möglichst früh zu erkennen und zu behandeln, um die Heilungschancen zu verbessern.

Zur Früherkennung dient der Test auf verborgenes Blut im Stuhl und die Tastuntersuchung des Enddarms, die von der Krankenversicherung ab dem 50. Lebensjahr getragen werden.

Auch wenn diese Untersuchungen ohne einen krankhaften Befund sind, ist damit eine Darmkrebserkrankung nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen.

Daher besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit ab dem 55. Lebensjahr eine Dickdarmspiegelung durchführen zu lassen, die so genannte Vorsorge-Coloskopie. Diese Methode allein ist geeignet, zuverlässig eine bösartige Neubildung im Dickdarm auszuschließen.

Es ist unser erklärtes Ziel, die Zahl der Vorsorge-Coloskopien zu erhöhen, damit langfristig weniger Patienten unter einer fortgeschrittenen Darmkrebserkrankung leiden müssen. Hierfür arbeiten wir u.a. mit der Stiftung Lebensblicke e.V. zusammen.


Symptome

Sollten jedoch bereits Symptome aufgetreten sein, wie Blut im Stuhlgang oder am Stuhlgang, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten mit bleistiftdünnem Stuhl oder Wechsel von Verstopfung zu Durchfall, oder Probleme mit Blähungen und Darmgeräuschen sowie andere Symptome wie Blässe, Müdigkeit und ein Leistungsabfall oder eine Gewichtsabnahme, dann können dies Hinweise auf eine Darmerkrankung sein.

Sie sollten dann Ihren Hausarzt aufsuchen, der die weiteren Untersuchungen veranlasst.


Untersuchungsmethoden

Neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung gehört dazu die Tastuntersuchung des Enddarms, der bei einem auffälligen Befund auch mit einer Enddarmspiegelung untersucht werden kann. Der Test auf verborgenes Blut im Stuhl ist zum Ausschluss einer Darmkrebserkrankung nur eingeschränkt geeignet. Vielmehr ist eine komplette Spiegelung des Darmes erforderlich und nur in seltenen Fällen, wenn diese nicht gelingt, eine Röntgenuntersuchung.

Die Dickdarmspiegelung ist derzeit die zuverlässigste Methode zum Auffinden und Erkennen von Veränderungen im Dickdarm und wird von speziell ausgebildeten Ärzten, den Gastroenterologen, durchgeführt.

Neben der Beurteilung des Darmes ist es möglich, Proben aus auffälligen Regionen zu entnehmen oder auch ganze Polypen abzutragen und feingeweblich untersuchen zu lassen.

Vor der Untersuchung werden der Ablauf und die Risiken des Verfahrens erklärt und es wird eine Trinklösung mitgegeben, die zur Reinigung des Darmes am Vortag der Untersuchung getrunken werden muss.

Bei der Untersuchung werden Medikamente für einen kurzen Schlaf verabreicht, so dass man anschließend nicht mit dem Auto nach Hause fahren kann.

Wird bei dieser Darmspiegelung ein auffälliger Befund erhoben, werden Proben entnommen und in der Pathologie untersucht. Neben der rein mikroskopischen Untersuchung sind gelegentlich weitergehende Tests erforderlich. Erst nach Vorliegen des Ergebnisses kann der behandelnde Arzt das Ergebnis besprechen.

Bei Diagnose einer Darmkrebserkrankung, schließen sich jetzt weitere Untersuchungen an.

Mit einer Sonographie des Bauches und Röntgenaufnahmen des Brustkorbs werden mögliche Absiedlungen dieses Tumors ausgeschlossen.

Wird ein auffälliger Befund im Enddarm gefunden, sind ergänzend eine Ultraschalluntersuchung in diesem Bereich, eine Endosonographie, und meistens eine Kernspintomographie  erforderlich, um eine genaue Therapieplanung in der Tumorkonferenz vorzunehmen.

Bei Diagnose einer Krebserkrankung im Dickdarm schließt sich als nächstes die Operation an. Eine notwendige ergänzende Chemotherapie nach der Operation ist abhängig vom Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung. Die Behandlung von Tumoren im Enddarm erfolgt häufig eine Kombination aus einer Strahlen- und Chemotherapie und der Operation.

Um einen jeweils optimalen Behandlungsweg zu finden, werden alle Fälle in der wöchentlich stattfindenden gemeinsamen Tumorkonferenz diskutiert, und eine Behandlungsempfehlung ausgesprochen. Auf der Grundlage dieser Empfehlung wird immer mit dem Patienten die weitere Behandlung geplant und festgelegt.
> nach oben

Häufig gestellte Fragen

Warum ist eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll?
> mehr

Muss ich mit Darmkrebs sterben?
> mehr

Wie läuft eine Operation ab?
> mehr

Brauche ich einen künstlichen Darmausgang?
> mehr

Was ist „fast track“?
> mehr

Werde ich in
„Schlüssellochtechnik“
operiert?
> mehr

Kann ich ohne Dickdarm
leben?
> mehr

Was bedeuten
Lymphknotenabsiedlungen?
> mehr

Bekomme ich alle
notwendigen Medikamente?
> mehr

Warum soll ich an einer
Studie teilnehmen?
> mehr